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Plagiatsprüfung vor der Abgabe: So nutzt du sie richtig

Deine Arbeit ist fertig geschrieben, das Literaturverzeichnis steht, die Formatierung passt. Aber hast du auch sichergestellt, dass dein Text frei von Plagiaten ist? Eine Plagiatsprüfung vor der Abgabe ist der letzte und vielleicht wichtigste Qualitätscheck. Hier erfährst du, wie du sie richtig einsetzt.

Warum prüfen?

Warum du deine Arbeit vor der Abgabe scannen solltest

Mal ehrlich: Niemand schreibt eine wissenschaftliche Arbeit mit der Absicht zu plagiieren. Trotzdem passiert es -- und zwar deutlich häufiger, als die meisten denken. Ein unabsichtliches Plagiat ist schnell entstanden: Eine Quellenangabe vergessen, eine Paraphrase zu nah am Original, ein Zitat ohne Anführungszeichen. Und schon hast du ein Problem, von dem du nichts weißt.

Die Sache ist: Dein Dozent oder deine Dozentin wird deine Arbeit mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen Plagiatscanner laufen lassen. An den meisten deutschen Hochschulen ist das heute Standard. Die Frage ist nicht ob dein Text geprüft wird, sondern wann -- und ob du die Ergebnisse vorher kennst oder erst, wenn es zu spät ist.

Ein Plagiat-Scan vor der Abgabe gibt dir drei entscheidende Vorteile:

Sicherheit: Du weißt genau, was der Scanner deines Prüfers finden wird -- und kannst vorher reagieren
Korrekturmöglichkeit: Du kannst fehlende Quellen ergänzen, Paraphrasen überarbeiten oder Zitate richtig kennzeichnen
Gelassenheit: Du gibst deine Arbeit mit dem guten Gefühl ab, alles geprüft zu haben -- kein Nachtschweiß mehr nach dem Abgabetermin

Denk daran: Die Gefahren von Plagiaten in Abschlussarbeiten gehen weit über eine schlechte Note hinaus. Im schlimmsten Fall drohen Prüfungsausschluss oder Exmatrikulation. Ein Scan für ein paar Euro ist die günstigste Versicherung, die du bekommen kannst.

Was viele nicht wissen

Rund 80 % aller Plagiatsfälle an deutschen Hochschulen sind keine absichtlichen Täuschungsversuche, sondern entstehen durch Flüchtigkeit, Unwissen oder Zeitdruck. Eine vergessene Fußnote kann ausreichen, um einen Plagiatsvorwurf auszulösen. Das Tückische: Du merkst es selbst oft gar nicht -- aber der Scanner deines Prüfers schon.

Genau deshalb ist die Plagiatsprüfung vor der Abgabe kein Luxus, sondern Pflicht.

Schritt für Schritt

So nutzt du die Plagiatsprüfung richtig

Eine Plagiatsprüfung ist kein Hexenwerk -- aber es gibt ein paar Dinge, die du beachten solltest, damit du das Maximum aus dem Scan herausholst. Hier ist der Ablauf Schritt für Schritt:

1

Arbeit fertigstellen

Scanne nicht zu früh. Deine Arbeit sollte inhaltlich und formal abgeschlossen sein -- inklusive Literaturverzeichnis, Fußnoten und Anhang. Sonst prüfst du eine Version, die du hinterher sowieso noch änderst, und der Scan war umsonst. Am besten planst du den Scan zwei bis drei Tage vor dem Abgabetermin ein.

2

Datei vorbereiten

Lade deine Arbeit als PDF, Word-Dokument oder ein anderes gängiges Format hoch. Achte darauf, dass der Text nicht als Bild eingebettet ist -- sonst kann der Scanner ihn nicht lesen. Tipp: Wenn du deinen Text in der Datei markieren und kopieren kannst, ist alles in Ordnung.

3

Scan starten

Bei Plagiat-Scan.de lädst du deine Arbeit hoch, gibst deine E-Mail-Adresse ein und bezahlst -- fertig. Kein Konto nötig, keine Registrierung. Der Scan startet sofort und du erhältst das Ergebnis innerhalb von 15 Minuten per E-Mail. Unser Scanner durchsucht über 70 Milliarden Quellen, darunter wissenschaftliche Datenbanken, Online-Publikationen und Hochschul-Repositorien.

4

Bericht analysieren

Im Plagiatsbericht siehst du einen Gesamtprozentsatz und alle Textstellen, die mit anderen Quellen übereinstimmen. Jede markierte Stelle ist mit der gefundenen Quelle verknüpft. Geh die Treffer einzeln durch -- nicht jeder Treffer ist ein echtes Plagiat (dazu gleich mehr).

5

Probleme beheben

Wo tatsächlich Quellenangaben fehlen oder Paraphrasen zu nah am Original sind: Nachbessern. Quelle ergänzen, Text umformulieren, Zitat richtig kennzeichnen. Dann bist du auf der sicheren Seite.

Profi-Tipp: Timing

Plane deinen Plagiat-Scan nicht auf den Abend vor der Abgabe. Wenn der Bericht Treffer zeigt, brauchst du Zeit, die Stellen zu prüfen und zu korrigieren. Zwei bis drei Tage Puffer sind ideal. So kannst du in Ruhe nachbessern, statt unter Zeitdruck Entscheidungen zu treffen.

Und falls du nach dem Korrigieren unsicher bist: Du kannst jederzeit einen zweiten Scan machen, um zu prüfen, ob alle Stellen sauber sind.

Ergebnisse verstehen

Wie du den Plagiatsbericht richtig liest

Ok, der Scan ist durch und du hast deinen Bericht. Jetzt kommt der Teil, an dem die meisten Studierenden unsicher werden: Was bedeuten die Zahlen eigentlich?

Das Wichtigste zuerst: Der Gesamtprozentsatz ist nicht das Maß aller Dinge. Er zeigt lediglich, wie viel deines Textes wörtlich oder sinngemäß mit anderen Quellen übereinstimmt. Eine Arbeit mit 15 % Übereinstimmung kann völlig in Ordnung sein -- und eine mit 5 % kann ein echtes Problem haben. Es kommt auf den Kontext an.

Mehr dazu, was die Prozentwerte wirklich bedeuten, findest du in unserem Beitrag Wie viel Prozent Plagiat ist erlaubt?. Hier die Kurzversion:

Markierte Passagen prüfen: Klicke jede markierte Stelle an und vergleiche sie mit der angegebenen Quelle. Ist die Stelle korrekt zitiert und mit Quellenangabe versehen? Dann ist alles gut.
Quelle identifizieren: Der Bericht zeigt dir genau, welche Quelle übereinstimmt. Ist es eine Quelle, die du verwendet und zitiert hast? Oder eine, die du nicht kennst? Letzteres kann auf eine zu enge Paraphrase oder eine vergessene Quellenangabe hinweisen.
Kontext beachten: Eine Übereinstimmung im Literaturverzeichnis, bei gängigen Fachbegriffen oder in einem korrekt gekennzeichneten Zitat ist kein Problem. Problematisch sind längere Passagen im Fließtext ohne Quellenangabe.
Muster erkennen: Wenn mehrere Absätze hintereinander dieselbe Quelle zeigen, ist das ein stärkeres Signal als vereinzelte, kurze Treffer. Zusammenhängende Übereinstimmungen deuten auf Copy-Paste oder sehr enge Paraphrasen hin.

Ein Plagiatsbericht ist ein Werkzeug, kein Urteil. Er zeigt dir, wo du hinschauen solltest. Die Entscheidung, ob eine Stelle problematisch ist, triffst du selbst -- und zwar anhand der Frage: Ist die Quelle korrekt angegeben? Wenn ja, kein Problem. Wenn nein, nachbessern.

Nicht in Panik verfallen

Viele Studierende erschrecken, wenn der Bericht einen Prozentsatz von 10 oder 15 % zeigt. Aber: Ein guter Teil davon sind in der Regel korrekte Zitate, Fachbegriffe und das Literaturverzeichnis. Entscheidend ist nicht der Gesamtwert, sondern was sich dahinter verbirgt.

Geh die Treffer einzeln durch, und du wirst sehen: Vieles davon ist völlig harmlos.

False Positives

Häufige Fehlalarme und wie du sie erkennst

Nicht jeder Treffer im Plagiatsbericht ist ein echtes Plagiat. Diese Stellen werden regelmäßig markiert -- und sind trotzdem kein Problem.

Korrekte Zitate

Wörtliche Zitate mit Anführungszeichen und Quellenangabe werden vom Scanner als Übereinstimmung erkannt -- logisch, denn der Text stimmt ja wörtlich mit der Quelle überein. Aber das ist kein Plagiat, sondern korrekte wissenschaftliche Praxis. Diese Treffer kannst du getrost ignorieren. Mehr zum Thema findest du unter Richtig Zitieren.

Literaturverzeichnis

Dein Literaturverzeichnis enthält Titel, Autoren und Publikationsdetails -- natürlich stimmen die mit anderen Arbeiten überein, die dieselben Quellen verwenden. Das ist vollkommen normal und kein Plagiat. Manche Scanner blenden das Verzeichnis automatisch aus, andere nicht.

Fachbegriffe und Definitionen

In der Rechtswissenschaft, Medizin oder den Naturwissenschaften gibt es feststehende Begriffe und Definitionen, die immer gleich lauten. "Die Würde des Menschen ist unantastbar" lässt sich nun mal nicht umformulieren. Solche Treffer sind erwartbar und unproblematisch.

Gängige Phrasen

Formulierungen wie "Im Folgenden wird untersucht..." oder "Zusammenfassend lässt sich festhalten..." tauchen in tausenden Arbeiten auf. Kurze Treffer bei solchen Standardphrasen sind kein Grund zur Sorge. Der Scanner erkennt die Textübereinstimmung, aber dein Prüfer wird das genauso einordnen.

Methodenbeschreibungen

Wenn du eine Standardmethode verwendest -- etwa eine bestimmte statistische Auswertung oder ein etabliertes Forschungsdesign -- ähnelt deine Beschreibung zwangsläufig anderen Arbeiten. Das ist kein Plagiat, solange du die methodische Grundlage korrekt referenzierst.

Eigene frühere Arbeiten

Wenn du Teile deiner Hausarbeit in der Bachelorarbeit verwendest, erkennt der Scanner das als Übereinstimmung. Das ist technisch korrekt, aber ob es ein Problem ist, hängt davon ab, ob du die Vorarbeit als Quelle angegeben hast. Mehr dazu unter Selbstplagiat.

Probleme lösen

Was tun, wenn der Scan echte Treffer zeigt?

Du hast die False Positives aussortiert, aber es bleiben Stellen übrig, die tatsächlich problematisch sind? Dann ist jetzt Handeln angesagt. Aber keine Panik -- die meisten Probleme lassen sich mit ein paar gezielten Korrekturen beheben.

1

Fehlende Quellenangabe ergänzen

Der häufigste Fall: Du hast eine Quelle verwendet, aber vergessen, sie anzugeben. Die Lösung ist einfach -- Fußnote oder In-Text-Verweis ergänzen und die Quelle ins Literaturverzeichnis aufnehmen. Achte dabei auf den richtigen Zitierstil.

2

Paraphrase überarbeiten

Wenn deine Umformulierung zu nah am Originaltext geblieben ist, musst du den Gedanken komplett neu formulieren. Lies die Quelle, schließe sie, und schreib den Abschnitt mit eigenen Worten. Vergleiche anschließend -- und vergiss auch bei einer guten Paraphrase nicht die Quellenangabe. Tipps dazu findest du unter Paraphrasieren ohne Plagiat.

3

Wörtliches Zitat richtig kennzeichnen

Manchmal ist ein wörtliches Zitat die beste Lösung -- etwa bei besonders prägnanten Formulierungen oder Definitionen. Dann setz den Text in Anführungszeichen, gib die exakte Seitenangabe an und kennzeichne es als direktes Zitat. Das ist kein Plagiat, sondern sauberes wissenschaftliches Arbeiten.

4

Textpassage komplett neu schreiben

Bei längeren übernommenen Passagen hilft manchmal nur eins: Den Abschnitt komplett neu schreiben. Frag dich: Was will ich hier eigentlich sagen? Und formuliere es von Grund auf neu, mit deinen eigenen Gedanken und Argumenten. Ja, das kostet Zeit. Aber es ist besser, als mit einem Plagiatsvorwurf in die Prüfung zu gehen.

Erneut scannen?

Wenn du größere Änderungen vorgenommen hast, lohnt sich ein zweiter Scan. So stellst du sicher, dass alle problematischen Stellen tatsächlich behoben sind. Gerade bei Abschlussarbeiten -- Bachelor, Master, Dissertation -- ist die zusätzliche Sicherheit die paar Euro wert.

Manche Studierende machen auch bewusst einen Scan nach dem ersten Entwurf und einen finalen Scan vor der Abgabe. Zwei Scans, null Überraschungen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Plagiatsprüfung vor der Abgabe

Die wichtigsten Fragen zum Thema Plagiat-Scan vor dem Abgabetermin.

Wann sollte ich eine Plagiatsprüfung vor der Abgabe machen?

Am besten zwei bis drei Tage vor dem Abgabetermin. So hast du genug Zeit, um eventuelle Treffer zu prüfen, fehlende Quellenangaben zu ergänzen oder Passagen umzuschreiben. Eine Plagiatsprüfung am Abend vor der Deadline ist besser als keine -- aber der Zeitpuffer macht den Unterschied. Plane den Scan fest in deinen Schreibprozess ein, idealerweise als vorletzten Schritt vor der finalen Formatierung.

Was bedeutet der Prozentsatz im Plagiatsbericht?

Der Prozentsatz zeigt, wie viel deines Textes mit anderen Quellen übereinstimmt. Wichtig: Ein hoher Wert bedeutet nicht automatisch ein Plagiat. Korrekt zitierte Stellen, Fachbegriffe und das Literaturverzeichnis werden ebenfalls erfasst. Entscheidend ist nicht die Zahl allein, sondern welche Passagen markiert sind und ob sie korrekt gekennzeichnet wurden. Mehr dazu erfährst du unter Plagiat Prozent-Grenze.

Was sind False Positives bei der Plagiatsprüfung?

False Positives sind Textstellen, die der Scanner als Übereinstimmung markiert, obwohl kein echtes Plagiat vorliegt. Typische Beispiele sind korrekte Zitate mit Quellenangabe, gängige Fachbegriffe, Definitionen aus Gesetzen oder Normen sowie das Literaturverzeichnis. Diese Treffer sind harmlos und müssen nicht geändert werden. Ein erfahrener Prüfer erkennt False Positives sofort -- und du solltest es auch.

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